Halli hallo an alle,
wollte nur mal eben gerade den Blog wieder aktualisieren. Bin gerade in Blenheim und arbeite schon seit 3,5 Wochen auf der Vineyard, also einem Weinfeld. Marit arbeitet inzwischen in Motueka, das ist ca. 3 Autostunden weg, in einer Muschelfabrik. Die Arbeit auf der Vineyard ist echt ziemlich langweilig, aber mit der Zeit gewoehnt man sich dran. Ganz am Anfang mussten wir Leave plugging machen, also die ganzen Blaetter, die ueber den Trauben sind, abreissen und das so schnell wie moeglich. Danach ging es mal kurz zum Netting. Dabei muessen Netze angebracht werden, um die Fruechte vor den Voegeln zu schuetzen. Am meisten Spass hat das tapen von Jungpflanzen gemacht. Wir sollten einfach die Babypflanzen in einer bestimmten Richtung um den Draht flechten und am Ende mit einem Stueck Tape aus einem bestimmten Geraet fixieren. Zur Zeit machen wir allerdings den langweiligsten Job, naemlich das Fruit dropping. Ziel ist es alle schimmligen und gruenen Trauben abzschneiden. Dies wird aber durch das Netz, welches davor haengt, erheblich erschwert, sodass man da immer mit der Schere durchstochern muss, um auch die richtige Traube abzuschneiden....und am besten alles noch ganz schnell. Naja, ich habe es ja bald geschafft, nur noch 2 Tage arbeiten, dann fahre ich wahrscheinlich auch nach Motueka und mache mit der Marit noch ein paar Tage helpx, um dann endlich wieder losreisen zu koennen. Ich hoffe mal, dass das verdiente Geld jetzt erstmal soweit reicht...
Letztes Wochenende war Marit zu Besuch und wir haben am Sonntag eine Weintour gemacht. Das war von unserem Hostel organisiert. Wir sind also von Weinanbieter zu Weinanbieter gefahren und haben uns durch die unterschiedlichsten Weinsorten probiert. Manche waren echt super lecker, andere dagegen eher ungeniessbar. Zum Schluss stand sogar noch eine Bierverkostung an. Danach waren wir alle ein bisschen angeschwipst, aber es war super lustig und mal was anderes, als die ganze Zeit nur arbeiten. Vor 3 Wochen wurde hier auch ein kleines Volleyballtunier veranstaltet. Ben und ich haben leider im Finale verloren, es hat aber trotzdem jede Menge Spass gemacht mal wieder an den Ball zu fassen und ein bisschen Konkurrenzkampf zu spueren.
Sonst ist die Gegend hier auch ganz nett, es gibt einen ganz huebschen Strand ca. 30 Minuten Autofahrt entfernt. Der Rest wird dann hauptsaechlich von Weinfeldern in der Ebene und Farmland auf den Huegeln dominiert. Und es gibt ziemlich oft gaaanz schoene Sonnenauf- und untergaenge zu sehen, gluehend rot oder rosa und die verschiedensten Wolkenformationen.... Es wird also wahrscheinlich gar nicht soo leicht Blenheim und das Copper Beech Hostel (sogar mit Tischtennisplatte, auf der regelmaessig gespielt wird) zu verlassen. Wenn man so lange an einem Ort bleibt, lernt man ziemlich viele und meistens auch sehr nette neue Leute kennen, wodurch man sich dann relativ schnell wieder heimisch fuehlt... Naja, aber wie gesagt bin ich schon froh, jetzt wieder aufzuhoeren mit Arbeiten und es endlich gilt die Suedinsel zu entdecken.
Ein paar Fotos werd ich wahrscheinlich auch noch hochladen...
Ok, das wars erstmal von mir,
liebe Gruesse an alle,
Maike
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