Wir sind jetzt wieder zurueck in Puhoi. Auf unserem Weg vom Hokianga Harbour bis hierher haben wir einiges erlebt. Am Freitag wollten wir mal unsere Kondition wieder auf Schwung bringen und einen kleinen Walk von 2 1/2 Stunden machen. Da wir uns aber schon an den NZ way of life gewoehnt haben, d.h. alle rennen nur mit Flip Flops rum, und gehen alle walks maximal mit Sandalen. Also dachten wir, machen wir es ihnen mal nach und wollten den Maunganui Bluff mit Tevas erklimmen. Am Anfang waren wir noch vollen Mutes aber mit der Zeit merkte man dann, dass der Weg etwas schwerer wurde und nach einer halben Stunde meinte Maike dann mal, dass man sich diesmal ruhig haette Wanderschuhe anziehen koennen. Als Marit dann auch noch in eine schlammige Pfuetze getreten ist, wollte sie nur noch runter. Maike wollte sich den versprochenen schoenen Ausblick nicht nehmen lassen uns ist weiter. Also zitterte Marit sich in rutschigen Schuhen den Weg runter und Maike schaffte es bis oben. Allerdings kam sie dann unten mit 2 riesigen Blasen, an jeder Sohle eine, an. Seit dem sind wir beide etwas Fusslahm =) Danach wollten wir uns nur noch in die Kaiwi Lakes schmeissen und unsere Wunden kuehlen. Doch da hier leider gerade Ferien sind, fuehlten wir uns etwas an die Campingplaetze an der Ostsee erinnert. Alles voller Menschen und der See war ganz schoen schmutzig, weil alle ihre Motorboote mitgebracht haben und den ganzen Tag nichts anderes machen, als im, am und auf dem See zu sein. Aber da wir an dem Tag mal wieder schwarz campen wollten (und somit wir keine Dusche in Sicht hatten) sind wir trotzdem rein um uns etwas zu erfrischen. Danach sind wir gleich weg und auf eine Schotterpiste gleich in der Naehe von den Seen. Dort sind wir dann lang gefahren in der Hoffnung auf einen schoenen Stellplatz fuer unsere old Ladie. Maike meinte dann auch irgendwann "oh hier waere ein schoener Platz gewesen" aber wir waren schon vorbei. Also suchten wir die naechst beste Stelle zum Wenden. Zumindest versuchten wir es. Als Marit zurueck setzen wollte, fuhr sie natuerlich erst mal direkt gegen den Erdwall auf der anderen Seite. Bei dem Versuch einfach weiter zu fahren, fuhr sich das rechte Hinterrad in der Erde fest und wir waren gefangen in der Wildnis Neuseelands =). Da das nicht unbedingt das erste Mal war, wurde Maike dafuer delegiert der Ladie einen kleinen Schubs zu geben. Aber der war wohl zu klein, denn es bewegte sich keinen Zentimeter. Also Motor aus und hoffen auf ein Auto oder die Leute in den mindestens eine halbe stunde Fussmarsch entfernten Haeusern. Maike wollte sich gerade auf dem Weg zu dem naechsten Haus machen (man bedenke, wir beide waren ja immer noch Fusslahm und humpelten immer nur durch die Gegend) da kam gerade ein Auto heran gebraust. Wie man sich das in so einer Situation eben Vorstellt sitzt da natuerlich mindestens ein starker Mann mit einerm riesigen dicken Seil im Kofferraum drinnen. Als das klapprige Auto dann um die Ecke kam sah man gleich, dass es sogar vier Leute waren. Allerdings alles minderjaehrige Maorijungs. Der aelteste war maximal 17-18 und der juengste bestimmt erst 10 oder so. Naja nicht das was wir uns ersehnt hatten, aber besser als nichts. Da unsere old Ladie die Strasse fast voellig versperrte hatten sie auch fast keine andere Wahl, als etwas langsamer an unserem Auto vorbei zu fahren. Dann fragten wir sie, ob sie denn vll. zufaellig ein Seil im Kofferraum haetten. Aber daraufhin meinte der Fahrer, dass die kein Seil haetten, aber doch mal versuchen koennten zu schieben. Wir glaubten nicht wirklich an das gelingen dieses Unternehmens, aber liessen sie mal gewaehren. Probieren geht ja schliesslich ueber studieren. Also quetschten sich alle vier kleinen Jungs hinten gegen unsere old Ladie und Marit gab fleissig Gas. Maike hatte entschieden, dass neben den Jungs kein Platz mehr fuer sie ist und stand lachend neben dem Auto, weil es einfach eine zu lusitge Situation war. Aber man mag es nicht glauben, diese vier schmaechtigen bzw. pummeligen Jungs haben uns tatsaechlich gerettet und uns gleich noch empfohlen, dass wir uns zum schlafen an den Strand neben die oeffentlichen Toiletten stellen koennen. Also bedanketen wir uns tausendmal bei den Jungs und fuhren Kopfschuettelnd und lachend an den Strand und goennten unserer Ladie ein bischen Ruhe von der ganzen Aufregung. Wir dachten, dass der Tag nun bestimmt seine positive Wendung genommen hat und ab dann alles klappt. Doch kaum angekommen wollten wir uns nur unsere Baked Beans ein bischen warm machen. Doch unsere beiden gaskocher wollten irgendwie nicht wie wir wollten und sprangen nicht an. Also wurden die Bohnen kalt gegessen und wir sagten uns einfach optimistisch, dass das sowieso viel besser schmeckt. Dann ging dieser stressige Tag zuende und wir wollten nur noch schlafen.
Am naechsten morgen kam einer der Hausbewohner (von den Haeusern dirket nebem unserem Van) zu uns. Erst dachten wir er will sich beschweren oder aehnliches, aber er wollte uns einfach nur auf eine Tasse Tee zu sich einladen. Also gingen wir mit unserem Mueslischuesseln zu ihm auf die terasse und quatschten bestimmt 2-3 Stunden mit ihm ueber Gott und die Welt. War wirklich sehr nett und wir haben ne Menge dazu gelernt. Danach ging es auf nach Dargaville, einer nicht wirklich schoenen Stadt, in der wir uns nur einen kleinen Mittagssnack kauften (eine sehr sehr leckere Macadamia Pizza) und dann noch schnell ein paar Sachen vom Supermarkt. Danach ging es weiter zum naechsten haesslichen Ort Ruawai, wo wir dann halt machten in einem schoenen kleinen Hostel, dass wir dann den ganzen Abend fuer uns hatten. Also pflegten wir ein bischen unsere Fuesse und nahmen beide ein schoenes warmes Bad und relaxten einfach nur den ganzen Abend. Die Nacht war dann dafuer um so unruhiger, weil ein heftiger Sturm ueber uns hinwegfegte. Da unsere Old Ladie eben etwas Inkontinent ist, wurde, zumindest Maikes Seite, ganz schoen nass. Durch den Laerm den der Regen auf dem Dach machte konnte man zusaetzlich auch nicht wirklich einschlafen, bzw bekam Maike sogar Kopfschmerzen davon. Also zog sie mit ihrem Schlafsack so gegen 4.30 aus und legte sich aufs Sofa im Hostel. War zwar auch nicht wirklich bequem, aber wenigstens leise und trocken. Auf ihrem Weg zum Hostel hat sie auch noch unseren kleinen Kraetergarten (der uns auf unserer Reise im Van begleitet) gerettet, der schon Knoecheltief im Wasser stand.Am naechsten Morgen ging es dann etwas spaeter als geplant auf zu unserem naechsten Ziel: dem Kauri Museum. Dort konnte man sehen, wie alles anfing mit der Abholzung, der Jahrtausende alten Kauribaeume. War wirklich ganz interessant. Danach ging es dann schon auf nach Puhoi, nur noch mit einem kleinen Zwischenstop bei der superleckeren Eisdiele, die wir hier entdeckt haben. Dann zu Katie Campbell und der super suessen Brooke. Es gab dann lecker Abendbrot und dann sind wir nur noch in die Super bequemen Betten gefallen. Heute haben wir ein bischen Unkraut gejaetet und Fenster geputzt. War ganz schoen anstrengend, da es wirklich warm war, aber jetz sind wir fertig, und wir freuen uns schon, wenn wir morgen aufbrechen nach Coromandel. Das ist unser naechstes Ziel und wir hoffen, dass wir die gesamte Nordinsel dann im Rest vom Januar schaffen werden.
Sooo, das war es wieder von uns, wir melden uns dann wieder mal aus dem Coromandel. Wir hoffen ihr erfriert nicht alle bei -20 grad.
bis bald Maraike
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